direkt.

Repräsentative Demokratie beinhaltet einen guten Grundgedanken. Wichtige und komplexe Entscheidungen werden von gewählten Vertreter/innen getroffen, die über ausreichend Ressourcen verfügen, sich mit Themen zu beschäftigen und sich über nachhaltige Folgen, so weit wie möglich, zu informieren. Vor diesem Hintergrund in Kombination mit ihrer politisch-ideologischen Grundeinstellen treffen sie Entscheidungen.

Soweit der Idealfall. Das es in der Praxis häufig anders aussieht und Entscheidungen nicht unbedingt immer nach bestem Wissen und Gewissen getroffen werden, bedarf wahrscheinlich keiner Erwähnung.

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demokratie.oe.

Eine Wahlanfechtung geht in Ordnung. Die Entscheidung eines Verfassungsgerichtshofes ist in einer Demokratie anzuerkennen. Dass eine Präsidentschaftswahl wiederholt werden muss, weil zu viele Fehler passiert sind, stärkt die Demokratie, weil in Zukunft genauer hingesehen wird.

Ein Irrsinn ist aber, dass dadurch wahrscheinlich genau jene Parteien vermehrten Zuspruch finden, die demokratische Werte beständig torpedieren und untergraben. Dass die engsten Anhänger der FPÖ nicht sehen, wie ihre Partei Misstrauen und Spaltung in der Gesellschaft herbeiführt und somit das Zusammenleben für alle schwieriger macht, ist klar. Man hält zum eigenen Team und will gewisse Dinge nicht sehen bzw. ist man unfähig sie zu sehen. Das geht uns allen so, wenn wir von etwas überzeugt sind.

Aber wenn jene, die vor jeder Wahl einen persönlichen politischen Meinungsprozess durchlaufen und nicht ganz sicher sind, wen sie wählen, die Gefahr nicht sehen, die durch populistische Parteien und deren Politik in ganz Europa droht, dann gehe ich davon aus, dass uns demokratiepolitisch schwere Zeiten bevorstehen…

lichtung.

Gutmenschen und Nazis bevölkern die Foren der Online-Zeitungen und die Kommentarfelder der sozialen Medien. So scheint es wenigstens, wenn man den dort gegenseitig geäußersten Vorwürfe folgt.

Hat man aus Frust noch nicht damit aufgehört zu folgen, kann man dazwischen natürlich auch immer wieder Versuche erkennen, die an einem differenzierten Zugang interessiert sind, abseits hohler Floskeln oder wertbeladener Kategorisierungen. Gegen den lauten Aufschrei, die spitze Beleidigung oder die Lust an Verbalgewalt bleiben sie leider meist blass.  Weiterlesen